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Die Europäische Kommission hat im Januar vorgeschlagen, dass Zahlungsdienstleister Überweisungen und Lastschriften weiterhin bis zum 1. August 2014 im nationalen Format annehmen dürfen!

Diese Vorschläge gelten nun als angenommen und die Gremien haben reagiert: weiterlesen...

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SEPA-Fristverlängerung – ein Freibrief für Untätigkeit?

2.06.14 ()

EFiS-Statistiken belegen: Anzahl der Altformate bei Gut- und Lastschriften nimmt seit Februar nicht mehr signifikant ab
 
Die Medien sind überfrachtet mit Beiträgen zum Stand der Vorbereitungen auf die Fußball-Weltmeisterschaft, von SEPA nimmt in diesen Wochen kaum jemand  Notiz. Dabei gibt der Verlauf der Umstellung auf den einheitlichen europäischen Zahlungsverkehr - ebenso wie die Verfassung der deutschen Nationalmannschaft - durchaus Anlass zur Besorgnis, wie zwei Statistiken der EFiS EDI Finance Service AG belegen. Bei einer Analyse der verwendeten Textschlüssel ab November 2013 haben die Zahlungsverkehrsspezialisten aus Dreieich festgestellt, dass seit Februar 2014 die Nutzung der Altformate nicht mehr signifikant zurückgeht. Die auf Drängen der EU-Kommission kurzfristig eingeräumte Übergangsfrist bis zum 1. August hat offenbar bewirkt, dass eine ganze Reihe von kleinen und mittleren Firmen sowie Vereinen die Umstellung auf SEPA noch einmal auf die lange Bank geschoben haben.

Nahm die Anzahl der im DTA-Format eingereichten Gut- und Lastschriften seit November 2013 im Endspurt auf den seit Jahren bekannten SEPA-Stichtag 1. Februar 2014 noch rapide ab, so registrierte EFIS danach eine Stagnation dieser erfreulichen Entwicklung. Der Restbestand an Altformaten ist in den Monaten Februar bis Mai nahezu unverändert geblieben. Dies ist nur beim ELV (Elektronischen Lastschriftverfahren) kein Problem, da dieses Verfahren bis zum 1. Februar weiter bestehen wird.

 Der EFiS-Vorstandsvorsitzende Armin Gerhardt sieht sich dadurch in seinen bereits im Januar geäußerten Bedenken bestätigt.  „Es war doch klar, dass die Fristverlängerung auch als Einladung zur Untätigkeit missverstanden werden könnte", sagt Gerhardt. Er befürchtet: „Viele werden auch zum 1. August noch nicht umgestellt haben." 
 
Die EFiS-Statistiken decken sich mit der im März von der Deutschen Bundesbank vorgelegten Zwischenbilanz. Demnach haben  "die meisten Unternehmen" die Umstellung auf SEPA zwar abgeschlossen. „Trotzdem nutzen mehr Bankkunden als erwartet die zusätzliche Übergangsfrist bis zum 1. August 2014", sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele. 
 
Wirtschaftsverbände und insbesondere die Deutsche Kreditwirtschaft hatten im Januar mit Unverständnis und Kritik auf die von den der EU-Kommission initiierte Fristverlängerung reagiert. Die alten Zahlverfahren auch nach dem Stichtag der SEPA-Einführung für weitere sechs Monate zu tolerieren, sei das falsche Signal, so der Tenor. Der Druck auf Firmen und Vereine müsse erhalten bleiben.
 
Bundesbank-Vorstand Thiele räumte im Januar zwar ein, dass bis zum 1. Februar auch in Deutschland noch einiges hätte getan werden müssen. „Trotzdem waren wir zuversichtlich, dass das gesteckte Ziel erreicht werden kann." Eindringlich mahnte Thiele: „Für alle Marktteilnehmer muss die SEPA-Umstellung weiterhin allerhöchste Priorität besitzen. „Die Fristverlängerung dürfe "keinesfalls ein Freibrief für die Vernachlässigung dieses Projekts sein... denn durch den Aufschub wird der Arbeitsaufwand nicht weniger, und wir stehen in einem halben Jahr vor demselben Problem". EFiS-Vorstandsvorsitzender Armin Gerhardt äußerte sich damals ähnlich. Er sprach von "reiner Augenwischerei". Die Verlängerung der Übergangsfrist werde das Gesamtprojekt erschweren statt erleichtern, kritisierte Gerhardt. Die Probleme seien nicht behoben, sondern lediglich aufgeschoben.
 
So laufen Firmen und Vereine, die SEPA noch immer nicht in Angriff genommen haben erneut Gefahr, sich ein kapitales Eigentor zu schießen. Denn schon wieder drängt die Zeit. Die verbleibenden Wochen bis zum 1. August sind denkbar knapp, um die teils mit beträchtlichem technischen und administrativen Aufwand verbundene Umstellung zu schaffen und somit Zahlungsausfälle zu verhindern. Auf eine zweite Verlängerung der Umsetzungsfrist zu spekulieren, ist unrealistisch.   Sie würde die Glaubwürdigkeit der EU-Kommission, die mit der SEPA-Migrationsverordnung eigentlich parallele Zahlverfahren und Systeme vermeiden wollte, vollends erschüttern. 
Darüber hinaus ist zu befürchten, dass sich viele Banken weniger um das anstehende Ende der verlängerten SEPA-Migrationsfrist am 1. August 2014 als um die anstehende Umsetzung von SCC (SEPA Card Clearing) kümmern.
Die Verlegung des Termins in die deutschen Sommerferien dürfte darüber hinaus auch den personellen Engpass in der heissen Phase verschärfen.
 
Firmen und Vereinen, die mit der Umstellung noch nicht begonnen haben, kann man nur dringend empfehlen, sich an ihre Hausbank oder einen Zahlungsverkehrsdienstleister zu wenden. Die Zahlungsverkehrsspezialisten von EFiS bieten speziell für Nachzügler einen Konvertierungsservice an, der zumindest  die Teilnahme am SEPA-Lastschriftverfahren auf einem schnellen und einfachen Weg ermöglicht. Eine Umstellung der Systeme oder Prozesse ist dazu nicht notwendig, es reicht eine Datei mit den alten Kontodaten. Ob DTAUS, Excel oder ein anderes beliebiges Format, ob auf USB-Stick, Diskette, CD oder online angeliefert - EFiS konvertiert die Daten und leitet sie SEPA-konform über das hauseigene Service-Rechenzentrum direkt an die Bank des Kunden weiter.  

Nähere Informationen über die SEPA-Lastschrift-Umstellhilfe auf der EFiS-Website:

 
 

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